Der Elberadweg zwischen Dresden und Meißen hat auf der linken Elbseite bald wieder eine Baustelle. Wie der Technische Ausschuss der Gemeinde Klipphausen beschloss, wird die unwettergeschädigte Brücke an der Einmündung der Wilden Sau in die Elbe, unmittelbar vor dem Elbschlösschen, durch ein Bauwerk ca. 200 Meter landeinwärts ersetzt. Der Elberadweg verläuft dann nicht mehr vor, sondern hinter dem Elbschlösschen und mündet entsprechend weiter landeinwärts in den Fährzubringer. Die Kosten sollen etwa 500 T€ betragen.
Samstag, 20. Juni 2015
In der Nähe der Gauernitzer Elbfähre wird der Radweg verlegt
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Montag, 9. März 2015
Elberadweg zwischen Puschkinplatz und City Beach verschwindet - oder auch nicht.
Regine Töberich, Chefin der Grundstückseigentümerin Dresden Bau des besagten Abschnittes hat, einschlägigen Pressemitteilungen zufolge, den kostenfreien Nutzungsvertrag zum 31. März gekündigt und will den Weg wegbaggern. Grund ist der Frust wegen der Haltung der Stadt zu ihrem Projekt Marina Garden.
Sie wollte auf dem Gelände (dringend benötigte) 240 Wohneinheiten bauen, darf das aber nun nur noch in sehr abgespeckter Form. Erst kürzlich hatte Dresden Bau ihr Recht mit der Zwangsräumung der Leipziger Straße 33a durchgesetzt.
Ob das in diesem Fall auch gelingt, bleibt fraglich, denn im Gegensatz zu den Hausbesetzern hat die Stadt einen rechtskräftigen Vertrag und es darf bezweifelt werden, dass der so schlecht ist, dass eine kurzfristige Kündigung möglich ist. Die Bagger anrollen zu lassen um einen gestatteten Weg zu beseitigen dürfte den Tatbestand der Sachbeschädigung erfüllen. Ich gehe erst einmal davon aus, dass ich auch noch am 1. April auf diesem Weg lang fahre, halte Euch aber auf dem Laufenden.
Quelle: SäZ
Sie wollte auf dem Gelände (dringend benötigte) 240 Wohneinheiten bauen, darf das aber nun nur noch in sehr abgespeckter Form. Erst kürzlich hatte Dresden Bau ihr Recht mit der Zwangsräumung der Leipziger Straße 33a durchgesetzt.
Ob das in diesem Fall auch gelingt, bleibt fraglich, denn im Gegensatz zu den Hausbesetzern hat die Stadt einen rechtskräftigen Vertrag und es darf bezweifelt werden, dass der so schlecht ist, dass eine kurzfristige Kündigung möglich ist. Die Bagger anrollen zu lassen um einen gestatteten Weg zu beseitigen dürfte den Tatbestand der Sachbeschädigung erfüllen. Ich gehe erst einmal davon aus, dass ich auch noch am 1. April auf diesem Weg lang fahre, halte Euch aber auf dem Laufenden.
Quelle: SäZ
Sonntag, 31. August 2014
DAS HOLPERPFLASTER AUF DEM ELBERADWEG BLEIBT.
Die Sächsische Zeitung titelt: "DAS HOLPERPFLASTER AUF DEM ELBERADWEG VERSCHWINDET"
Hier ist wieder der Sender Jewewan: stimmt es, dass auf dem Elberadweg das Holperpflaster verschwindet? Im Prinzip ja, aber es handelt sich nicht um den ganzen Elberadweg, sondern nur um sein schlechtestes Stück, den Körnerweg, es geht auch nicht um Holperpflaster, sondern um gefährliches glattes Sandsteinpflaster. Es verschwindet auch nicht, sondern wird anstelle von noch gefährlicherem eingebaut, und auch nur auf 75 von 800 Metern. Der Denkmalschutz stellt unerfüllbare Forderungen und verhindert auf viele weitere Jahre eine für Dresden verkehrsstrategisch wichtige Radverbindung. Bei 2 Millionen sind wir nun schon und der Schutz einer denkmalgeschützten Stützmauer wird weitere Millionen kosten, es sei denn: DAS HOLPERPFLASTER AUF DEM ELBERADWEG BLEIBT.
An diesem berühmten technischen Denkmal vorbei führt der Körnerweg - als Radweg eine Zumutung und das wahrscheinlich schlimmste Stück auf dem gesamten Elberadweg zwischen Prag und Hamburg. Foto: Steffen Müller.
Hier ist wieder der Sender Jewewan: stimmt es, dass auf dem Elberadweg das Holperpflaster verschwindet? Im Prinzip ja, aber es handelt sich nicht um den ganzen Elberadweg, sondern nur um sein schlechtestes Stück, den Körnerweg, es geht auch nicht um Holperpflaster, sondern um gefährliches glattes Sandsteinpflaster. Es verschwindet auch nicht, sondern wird anstelle von noch gefährlicherem eingebaut, und auch nur auf 75 von 800 Metern. Der Denkmalschutz stellt unerfüllbare Forderungen und verhindert auf viele weitere Jahre eine für Dresden verkehrsstrategisch wichtige Radverbindung. Bei 2 Millionen sind wir nun schon und der Schutz einer denkmalgeschützten Stützmauer wird weitere Millionen kosten, es sei denn: DAS HOLPERPFLASTER AUF DEM ELBERADWEG BLEIBT.
An diesem berühmten technischen Denkmal vorbei führt der Körnerweg - als Radweg eine Zumutung und das wahrscheinlich schlimmste Stück auf dem gesamten Elberadweg zwischen Prag und Hamburg. Foto: Steffen Müller.
Dienstag, 25. März 2014
Kommunalwahlen: Wenn ich drei Wünsche offen hätte...
Am 25. Mai sind Kreistags-, Landrats- und Bürgermeisterwahlen. Natürlich sind Wahlen keine Wünsch-dir-was-Veranstaltung. Aber trotzdem wäre zu wünschen, wenn man in unseren Städten, Dörfern und dazwischen
erstens von einer reagierenden zu einer agierenden Radverkehrsplanung übergehen würde. Radverkehrskonzepte taugen aus meiner Sicht nur dann etwas, wenn sie von der bisherigen Herangehensweise „Beseitigung radverkehrsbedingter Gefahren“ wegkommen zu einer strategischen Planung, die in der für Radfahrer bestmöglichen, hindernisarmen Verbindung von Quell- und Zielgebieten liegt. Mit Quellgebieten meine ich die Wohnorte der -potentiellen – Radfahrer, mit Zielgebiet die Arbeits- und Lernorte, die kommunalen Zentren und die Erholungsgebiete.
Zweitens wünsche ich mir die flächendeckende Infragestellung des Verkehrszeichens 240 (Gemeinsamer Rad- und Fußweg). Wo immer Verkehrsapartheid – also die Trennung eines Verkehrsmittels von den übrigen – geboten erscheint, sollte es ersetzt werden durch das Verkehrszeichen 239 (Fußweg) mit dem Zusatzschild 1022-10 (Radfahrer frei). Der mündige Radfahrer kann selber entscheiden, welcher Weg jeweils der sichere ist und auf welchem Weg er dem §1 der StVO am ehesten gerecht werden kann. Das kann von Person zu Person und von Situation zu Situation ganz verschieden sein. Dazu braucht es übrigens keiner Gesetzesänderung, eine verkehrspolitisch kluge Kommune kann das selber entscheiden.
Drittens wünsche ich mir kein Pflaster auf Wegen. Es sieht zwar schön aus, ist aber nicht preisgünstiger als andere Straßenbeläge, schlechter zu fahren und schlechter zu unterhalten. Am schlimmsten finde ich historisierende grobsteinige Bepflasterung. Sie sorgt für höheren Verkehrslärm und ist nicht nur für Radfahrer, sondern auch für Fußgänger, besonders für Ältere und auf Hilfsmittel angewiesene (Rollstühle, Rollatoren, Kinderwagen) eine Qual. Klar, man sollte bei der Verkehrswegeplanung nicht gedankenlos über Denkmale hinwegplanen. Werte zu erhalten ist wichtig. Aber die Einbringung von Straßenpflaster, nur damit ein Weg alt aussieht, hat eher was mit Disney zu tun als mit Denkmalschutz. Selbst wo Katzenköpfe wirklich historisch verbürgt sind (Augustusbrücke, Körnerweg), sollte man mal den Blick von der schützenswerten Einzelheit heben, das Ganze sehen und sich fragen, ob es nicht besser ist für die Erhaltung unserer Werte, einschließlich der Denkmale, wenn mehr Mitbürger sich entscheiden, mit dem Rad statt mit dem Auto zu fahren und wir dafür bessere Bedingungen schaffen.
erstens von einer reagierenden zu einer agierenden Radverkehrsplanung übergehen würde. Radverkehrskonzepte taugen aus meiner Sicht nur dann etwas, wenn sie von der bisherigen Herangehensweise „Beseitigung radverkehrsbedingter Gefahren“ wegkommen zu einer strategischen Planung, die in der für Radfahrer bestmöglichen, hindernisarmen Verbindung von Quell- und Zielgebieten liegt. Mit Quellgebieten meine ich die Wohnorte der -potentiellen – Radfahrer, mit Zielgebiet die Arbeits- und Lernorte, die kommunalen Zentren und die Erholungsgebiete.
Zweitens wünsche ich mir die flächendeckende Infragestellung des Verkehrszeichens 240 (Gemeinsamer Rad- und Fußweg). Wo immer Verkehrsapartheid – also die Trennung eines Verkehrsmittels von den übrigen – geboten erscheint, sollte es ersetzt werden durch das Verkehrszeichen 239 (Fußweg) mit dem Zusatzschild 1022-10 (Radfahrer frei). Der mündige Radfahrer kann selber entscheiden, welcher Weg jeweils der sichere ist und auf welchem Weg er dem §1 der StVO am ehesten gerecht werden kann. Das kann von Person zu Person und von Situation zu Situation ganz verschieden sein. Dazu braucht es übrigens keiner Gesetzesänderung, eine verkehrspolitisch kluge Kommune kann das selber entscheiden.
Drittens wünsche ich mir kein Pflaster auf Wegen. Es sieht zwar schön aus, ist aber nicht preisgünstiger als andere Straßenbeläge, schlechter zu fahren und schlechter zu unterhalten. Am schlimmsten finde ich historisierende grobsteinige Bepflasterung. Sie sorgt für höheren Verkehrslärm und ist nicht nur für Radfahrer, sondern auch für Fußgänger, besonders für Ältere und auf Hilfsmittel angewiesene (Rollstühle, Rollatoren, Kinderwagen) eine Qual. Klar, man sollte bei der Verkehrswegeplanung nicht gedankenlos über Denkmale hinwegplanen. Werte zu erhalten ist wichtig. Aber die Einbringung von Straßenpflaster, nur damit ein Weg alt aussieht, hat eher was mit Disney zu tun als mit Denkmalschutz. Selbst wo Katzenköpfe wirklich historisch verbürgt sind (Augustusbrücke, Körnerweg), sollte man mal den Blick von der schützenswerten Einzelheit heben, das Ganze sehen und sich fragen, ob es nicht besser ist für die Erhaltung unserer Werte, einschließlich der Denkmale, wenn mehr Mitbürger sich entscheiden, mit dem Rad statt mit dem Auto zu fahren und wir dafür bessere Bedingungen schaffen.
Samstag, 26. Oktober 2013
Überraschende Feststellung: Fast nur Radler auf der Waldschlösschenbrücke
Während nach Veröffentlichung neuer Verkehrszahlen an der Waldschlösschenbrücke anscheinend Hähme um sich greift - ein kräftiges "Das haben wir immer gewusst" der elitären Brückengegner-Minderheit - überraschen mich gar nicht zwei andere Erkenntnisse, die SZ heute veröffentlicht, aber in ihrer Online-Ausgabe unterschlagen (vergessen?) hat:
- Gegenstand dieses "Wettbewerbs" war: Über welche Brücke kommt man am schnellsten von der Alt- in die Neustadt und zurück. Den hat die Waldschlösschenbrücke gewonnen, obwohl der "Tester" peinlicherweise die Linksabbiegespur in die Radeberger übersehen und eine unnötige 5-Minuten-Schleife "in Richtung Bühlau" eingebaut hat. Er hätte ansonsten nicht mit einer sondern vermutlich mit 6 Minuten Vorsprung gewonnen.
- Aber viel spannender finde ich die beiläufige Bemerkung des "siegreichen" Auto(r)s: "Auf der Brücke sind fast nur Radfahrer zu sehen".
Letzteres leuchtet ein, wenn man sich mit den Bedingungen für den Radverkehr zwischen blauem Wunder und der Albertbrücke näher befasst (siehe frühere Beiträge in diesem Blog). Statt der übelsten Rumpelei über den Körnerweg fährt man eben jetzt am Blauen Wunder auf die linke Elbseite und über die Waldschlösschenbrücke zurück. Das ist außerdem noch viel attraktiver als über das sturzgefährliche Provisorium neben der Albertbrücke zu turnen.
Dienstag, 3. September 2013
Dresdner überrascht von Waldschlösschenbrücke
Was bisher weniger auffällt, ist die Einbindung des Dresdner Radverkehrs und seiner Hauptschlagader, des Elberadweges. Hier nörgelt anscheinend nur eine Randgruppe.
Die ersten Unfälle werden aber nicht auf sich warten lassen. Wenn der gesamte Dresdner Radverkehr nach Schulnoten in Richtung 5 tendiert, ist es an der Waldschlösschenbrücke wenigstens eine 4, was einen aber nicht glücklich machen muss, weil ja alles neu ist und kein Provisorium sein sollte. Spektakuläre Einzellösungen wechseln sich mit fahrlässigen Mängeln munter ab. Details findet ihr in meinem Bildbericht auf Komoot - am jeweiligen Bild beschrieben.
Sonntag, 11. August 2013
Ende August soll linkselbischer Radweg fertig sein
Wie die Sächsische Zeitung mitteilt, soll der linkselbische Radweg noch in diesem Monat fertig sein. Von der neuen Elbbrücke, die Niederwartha mit Radebeul verbindet, bis Wildberg sind es zwar nur 400 Meter, aber mit diesen hatten sich Anwohner und Behörden besonders schwer getan und deshalb für ein großes Gefahrenpotential auf der B6 gesorgt. In Besonders die aus Richtung Meißen in Richtung Dresden fahrenden Radler waren betroffen, weil sie zwei Mal die Bundesstraße kreuzen mussten. Insbesondere im unmittelbaren Brückenbereich war das besonders gefährlich.
Streitigkeiten mit Anliegern und ein betroffenes FFH-Gebiet machten ein Planfeststellungsverfahren erforderlich, so dass dieser kurze Abschnitt erst jetzt realisiert werden konnte.
Streitigkeiten mit Anliegern und ein betroffenes FFH-Gebiet machten ein Planfeststellungsverfahren erforderlich, so dass dieser kurze Abschnitt erst jetzt realisiert werden konnte.
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